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Honda XL 1000 V  VARADERO

…auch liebevoll Oma-Sessel oder Kack-Fass genannt ist 1998 der Versuch von Honda eine so genannte „Reise-Enduro“ auf die Beine zu stellen. Daraus wurde dann ein Tourenmotorrad das wie eine Enduro aussieht; nicht mehr und nicht weniger. Von den Qualitäten einer Africa-Twin war sie meilenweit entfernt.

2002 Obwohl die VARADERO im ersten Wurf auf ein äußerst schwammiges Fahrwerk gestellt wurde, haben wir beide uns, völlig unabhängig voneinander, in dieses Monstrum verguckt und uns eine goldene 1999’er (Edith) bzw. eine blaue 2000’er  (Frank) zugelegt. Durch diese Entscheidung haben wir uns dann letztendlich auch kennen gelernt.

Trotz aller Fahrwerks-, Verbrauchs- und Gewichtsnachteile hat die VARADERO mit erprobten 996 ccm ein Herz um das man von vielen beneidet wurde. Mit mehr oder weniger intensiven Umbau- bzw. Optimierungsmaßnahmen am Fahrwerk hatte wir zwei  hervorragende Tourer vor der Türe stehen mit denen wir von 2001 bis 2003 zusammen über 50.000 km ohne größere Probleme unter die Räder nahmen.

 

 

 

2003 wechselten wir dann auf die, mit diesem Jahrgang komplett überarbeitete Version der VARADERO. Das Fahrwerk war nun soweit überarbeitet worden so das eine zusätzliche Optimierung, für unsere Fahrstile, nicht mehr nötig war. Auch bekam der Motor eine Direkteinspritzung was den Verbrauch in normale Motorradregionen drückte. In der Gesamtoptik wurde das Mopped etwas schlanker, was leider jedoch keine Auswirkung auf das Gewicht hatte.

Ab diesem Jahrgang wurde die VARADERO dann von Honda auch nicht mehr als „Reise-Enduro“ sonder als „Reise-Tourer“ bezeichnet.

 

 

 

2006 wechselten wir dann, nach wiederum problemlos zurückgelegten 54.000 km, auf unsere 3. VARADERO. Diesmal gönnten wir uns auch das mittlerweile angebotene ABS. Zusammen mit dem bis dahin verbauten CBS-System stand uns nun eines der besten Bremssysteme für unseren täglichen Überlebenskampf mit den Blechdosen zur Verfügung.

Auch bekam Edith nach Ihren blauen „Notkauf“ aus 2003 endlich Ihre Silberne. Ansonsten hatte sich, bis auf ein wenig Optik, nichts gravierendes in diesem 7. Modelljahr geändert.

 

 

 

Auch bis heute hat sich nichts gravierendes mehr getan. 2007 und 2008 wurde die Optik erneut geändert (Die Dicke bekam einen neuen, schlanken Hintern, alte / neue Farben kamen wieder) die Technik blieb jedoch unverändert. Wir würden uns vielleicht noch ein bisschen weniger Gewicht und einen Kardan wünschen. Aber… erstens beißen sich diese beiden Wünsche und zweites werden es wohl Wünsche bleiben.

Alles in allem fahren wir unsere beiden Dickschiffe nun seit 2000 und haben Zehntausende von Kilometern ohne gravierende Probleme zurückgelegt. Im Vergleich zu einigen Ihrer direkten Mitbewerber hat sie, mit Ausnahme des ABS/CBS Bremssystems, wenig Vorteile, besticht aber durch Ihre hohe Tourentauglichkeit und Zuverlässigkeit. Für uns beide bleib sie, trotz starker Konkurrenz, konkurrenzlos…