UNSERE STICK-VERGANGENHEIT


1997 Im Dezember wurde von der Schweizer Firma Bernina mit der Artista 180 die erste Nähmaschine mit CPS-Software für kundenspezifische Einstellungen (Customized Pattern Selection-Software), optionales Stickmodul, Umwandlung gescannter Vorlagen in Stickmuster auf den Markt gebracht. Von diesem Stickcomputer war Edith so begeistert das Sie sich die erste Maschine dieser Art zulegte.

Anfangs war Sie auf vorgegebene Muster auf Stickkarten von Bernina angewiesen da Sie, um neue Stickmuster erstellen und bearbeiten zu können, einen Computer sowie die entsprechende Software benötigte.

Da Sie mit der Zeit auch Ihre eigenen Ideen umsetzen, und nicht immer den Umweg über den Händler nehmen wollte, legte Sie sich einen Laptop incl. den dazu notwendigen Bearbeitungsprogramm zu. Als Krönung gab's dann auch gleich einen Scanner dazu um Bilder und andere Stickvorlagen einscannen und im Anschluss bearbeiten zu können.

Seit wir uns 2001 kennen gelernt haben, betreiben wir dieses Hobby gemeinsam wobei wir uns mit unseren Sticktechnischen und Computertechnischen Kenntnissen hervorragend ergänzt haben. Mittlerweile beherrschen wir beide sowohl das Programm als auch die Maschine so gut das wir schon einige sehenswerte Sachen auf Stoff gebannt haben.

Im Laufe der Zeit steigen die Ansprüche an die Maschine und so war es die logische Schlussfolgerung das wir auf das neuste Modell von Bernina gewechselt haben.

2002 legen wir uns mit der Bernina Artista 200 einen der modernsten Stickcomputer seiner Zeit( von Maschine kann man fast nicht mehr reden) zu. Ausgerüstet mit Microsoft-Windows-Betriebssystem, CD-Rom-Laufwerk, LCD-Display, mehr als 850 Stiche, programmierbare Funktionstaste, Speicherfunktion für Stichkombinationen und Stickmotive war sie der modernste Stickcomputer der Welt.

Bernina hatte vor allem die Stickqualität und die Stickgeschwindigkeit erheblich verbessert. Auch konnte man viele Schritte, die man früher über das Computerprogramm machen musste direkt an der Maschine durchführen. Außerdem wurden von  Bernina viele Kleinigkeiten überarbeitet die das Arbeiten mit der Maschine verbessert und optimierten,  z.B.

  • Automatischer Fadenschneider
  • Regulierung der Fadenspannung und der Stickgeschwindigkeit während dem Betrieb
  • Unterfadenspulen auch während des Betriebes
  • Verbesserte Unterfadenkapsel
  • Ohne Abbau des Stickmoduls Nutzung als Nähmaschine
  • Größerer Speicherplatz für eigene Stickvorlagen etc.

Auf Basis dieser Maschine rüstete unser Haus- und Hofhändler unsere Maschine im Laufe der Jahre auf:

  • Software Artista 730
  • Stärkerer Motor
  • CFL Nählicht
  • Höhere Stickgeschwindigkeit
  • Neuer Einfädler
  • Weitere Speichererweiterung
  • etc.

Durch diese Modifikationen war unsere Artista 200 auf dem technischen Stand einer Artista 730 dem Topmodell von Bernina seit 2006. Obwohl Sie dadurch nach wie vor einer der leistungsstärksten Stickcomputer war, war aber damit auch leider das Ende der Fahnenstange erreicht. Bis Bernina 2009 die Bernina 830 auf den Markt brachte...

2010 war es dann soweit. Mit der Bernina 830 legten wir uns unser bisheriges Highlight zu. Nach 8 Jahren Artista 200 und etlichen Modifizierungen war, wie oben schon erwähnt das Ende erreicht. Mehr ging nicht mehr. Mit der 830er haben wir wieder mal einen der modernsten Stickcomputer für unser Hobby zur Verfügung stehen. Leider hat sich das ganze nicht so entwickelt wie wir uns das vorgestellt haben...

2013 - was soll man sagen. Mit der Bernina 830 hat sich Bernina in Bezug auf "Vielsticker" wie uns nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Vollgestopft mit einer Menge Innovationen und 15 neuen Patenten war Sie eine ausgemachte DIVA. Wenn Sie mal stickte, waren es ausnahmslos sehr schöne Ergebnisse die Sie produzierte. Aber leider hätte sie, wenn unser Händler aus der Schweiz nicht ausserordentlich entgegengekommen wäre, eine Menge Geld an Reperaturen gekostet. Es hat sich einfach herausgestellt das diese Maschine einer Dauerbelastung nicht gewachsen war. Die Elekronik hat uns hierbei mehrfach im Stick gelassen. Auch der Bereich Einfädelung, Fadenspannung, Unterfadenspannung sowie das gesamte Greifersystem war ein Katstrophe.

Im Mai 2013 sind wir, nachdem wir die Maschine zum wiederholten Mal zu Reperatur in die Schweiz bringen mußten, auf die Bernina 750 umgestiegen und testen diese nun für unseren Händler im Bereich Dauerbelastung. Bei dieser Maschine findet man wieder viele altbewährte mechanische Funktionen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten sind wir mit dieser Maschine wieder sehr zufrieden und hoffen das Bernina n der Weiterentwicklung wieder Wert auf Zuverlässigkeit legt.   

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